Brasilien
Starthilfe für das Leben geben
Wie im „Cantinho Girassol“ (Sonnenblumeneckchen) in Ceilandia bei Brasilia erfreuen sich viele Kinder über Einrichtungen der lutherischen Kirche. Wir sind seit Jahrzehnten mit dabei und fördern die Arbeit. Gesundes gemeinsames Essen, Spiel- und Sportgruppen, kreatives und geistliches Programm schaffen ein Fundament, auf das sie aufbauen können. Schon Generationen haben das erlebt und sind dafür ihr Leben lang dankbar. Erfreulicherweise hilft der Staat in den Einrichtungen durch einen Beitrag mit. So ist jetzt ausreichend Personal vorhanden, und auch das Essen wird finanziert. Unsere Hilfe aber ist weiterhin hoch willkommen: So wurde in Ceilandia ein Garten angelegt, in dem besonders die Kinder aus den nahen Favelas zum ersten Mal mitbekommen wie Blumen, Obst und Gemüse wachsen – und selbst gezogen werden können. In der Kindertagesstätte „Bom Samaritano“ (Barmherziger Samariter) in Ipanema/Rio gibt es ein besonderes Vorschulprogramm. Dadurch gelingt es, dass alle Kinder den Sprung in die Schule schaffen und dort auch gut mitkommen.

Iguatu – eine kleine Gruppe hat große Pläne
Der Norden Brasiliens ist nicht sehr reich gesegnet. Es gibt große Trockenperioden, und die Durchschnittstemperatur liegt bei 27 Grad. In Iguatu, einer kleinen Großstadt, bestimmen die Baumwollindustrie und die Universität das Leben. Professora Jacelini de Souza begann vor 8 Jahren, in ihrem Privathaus eine kleine Gemeinde zu sammeln. Bei 100.000 Einwohnern und unter starkem katholischem Einfluss ist es nicht leicht, eine lutherische Gemeinde neu zu gründen. Wir wollen mithelfen ein Grundstück zu kaufen. Nur wenn die Gemeinde sichtbar wird, hat sie eine Chance zu wachsen. Dazu wollen wir 6.000 € zur Verfügung stellen.

San Carlos – „wir wollen auch weiterhin unsere Kirche besuchen“
In der kleinen Zweiggemeinde von Palmitos in Santa Catarina im Südosten Brasiliens möchten die Besucher auch weiterhin ihre Kirche besuchen. Warum ist das nicht mehr möglich? Nun, es ist so wie auch oft bei uns: Viele Gemeindeglieder sind alt geworden und können nicht mehr Treppen steigen, die Kirche ist aber nicht „barrierefrei“. Auch fehlen Toiletten. Zudem wird die Kirche auch zu anderen Gemeindeversammlungen und Angeboten genutzt. Es muss also umgebaut werden. Eine Anfangssumme haben die Gemeindeglieder schon zusammengelegt, und es wird weiter für das Projekt gesammelt. Aber die Eigenmittel reichen nicht aus, und so wollen wir mithelfen: 6.000 € sollen Mut machen und dazu beitragen, die Kirche in San Carlos weiterhin eine Heimat sein zu lassen.
